Die praktische Anwendung von Komplexhomöopathika

Quel­le: Moder­ne Homöo­pa­thie zur Selbst­hil­fe (Dr. Recke­weg /​​ Top-Fit-Gesund)

Grund­la­gen /​ Die prak­ti­sche Anwen­dung von Komplexhomöopathika

Die praktische Anwendung von Komplexhomöopathika

Wie wen­det man moder­ne Homöo­pa­thi­ka an? Nun, wenn Sie unter bestimm­ten Beschwer­den lei­den, lesen Sie zunächst das ent­spre­chen­de Kapi­tel in die­sem Rat­ge­ber – hier fin­den Sie Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und prak­ti­sche Tipps zur Vor­beu­gung und natür­li­chen Behand­lung. Für jedes

Bit­te beach­ten Sie, dass alle Dosie­run­gen nur gel­ten, sofern Ihr The­ra­peut oder Arzt kei­ne indi­vi­du­el­len Dosie­rungs­an­ga­ben mit­ge­ge­ben hat.

Krank­heits­bild wer­den Ihnen moder­ne Homöo­pa­thi­ka vor­ge­stellt – jeweils mit typi­schen Inhalts­stof­fen und ihren Eigen­schaf­ten sowie mit all­ge­mei­nen Dosie­rungs­hin­wei­sen. Bei Vor­er­kran­kun­gen oder Lak­to­se­un­ver­träg­lich­keit soll­ten Sie vor der Ein­nah­me einen Arzt konsultieren.

Trop­fen und Mischun­gen ent­hal­ten meist Alko­hol, dar­auf müs­sen Sie zum Bei­spiel in der Schwan­ger­schaft ach­ten. Und schließ­lich gilt wie bei allen Medi­ka­men­ten der Grund­satz: Auch homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel soll­ten über eine län­ge­re Zeit nicht ohne ärzt­li­chen Rat ein­ge­nom­men wer­den. Dass schwe­re Erkran­kun­gen sich nicht zur Selbst­the­ra­pie eig­nen, ver­steht sich von selbst.

In der Regel wer­den sich Ihre Beschwer­den inner­halb weni­ger Tage bes­sern. Moder­ne Homöo­pa­thi­ka sind sehr gut ver­träg­lich und haben nor­ma­ler­wei­se kei­ne Neben­wir­kun­gen. Aller­dings kann es anfangs zu einer kurz­zei­ti­gen Ver­schlim­me­rung der Beschwer­den kom­men, der soge­nann­ten Erst­ver­schlim­me­rung. Das gilt als ein Zei­chen, dass das homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel wirkt.

Wenn sich die Beschwer­den trotz der The­ra­pie nicht in kur­zer Zeit bes­sern oder wenn die Erst­ver­schlim­me­rung Ihnen star­ke Beschwer­den berei­tet, wen­den Sie sich an Ihren Arzt, damit abge­klärt wer­den kann, was dahintersteckt.

Homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel kön­nen vor allem als Trop­fen bzw. Tablet­ten ein­ge­nom­men wer­den. Aber die­se soll­ten nicht wie ande­re Medi­ka­men­te „ein­ge­nom­men“ wer­den, son­dern mög­lichst all­mäh­lich über die Mund­schleim­haut ins Blut gelan­gen. Also unver­dünnt in den Mund neh­men und nicht nachspülen.

Keine Angst vor der Spritze

Vie­le Kom­plex­prä­pa­ra­te sind als Injek­ti­ons­lö­sun­gen in Ampul­len­form erhält­lich. Zunächst ein­mal sind sie dafür gedacht, dass der The­ra­peut sie inji­ziert. Seit eini­ger Zeit gibt es aber auch die Mög­lich­keit, dass Pati­en­ten die­se Prä­pa­ra­te bequem selbst anwen­den kön­nen, ohne zur Nadel grei­fen zu müssen.

Das geht mit einem soge­nann­ten „Adap­pli­ca­tor“, einem paten­tier­ten Gerät, mit dem sich aus jeder Ampul­le ein klei­ner Fein­zer­stäu­ber machen lässt. Man bricht die Ampul­le ein­fach auf und stellt sie in den Ampul­len­trä­ger. Dann wird ein Sprüh­kopf mit einem klei­nen Schlauch in die Ampul­le ein­ge­führt und ver­rie­gelt. Anschlie­ßend muss man nur noch auf die Pum­pein­rich­tung drü­cken. Ein Sprüh­stoß mit dem Adap­pli­ca­tor ent­spricht etwa 3 Trop­fen einer Mischung.

Auf die­se Wei­se kann man die homöo­pa­thi­schen Lösun­gen zum Bei­spiel in den Mund/​unter die Zun­ge, auf die Haut oder in die Nase sprü­hen. Von dort wer­den sie – unab­hän­gig von Reak­tio­nen im Ver­dau­ungs­trakt oder in der Leber – gezielt vom Kör­per auf­ge­nom­men. Beson­ders hilf­reich ist die­se Dar­rei­chungs­form unter ande­rem bei Erbre­chen, Schluck­be­schwer­den, Lak­to­se­un­ver­träg­lich­keit oder – da sie frei von Alko­hol ist ‑wenn kein Alko­hol auf­ge­nom­men wer­den soll. Sie ist aber auch für Kin­der und älte­re Pati­en­ten sehr sinnvoll.

Nicht die Dosis entscheidet, sondern die häufigere Anwendung

Die rich­ti­ge Dosis wird bei den jewei­li­gen Prä­pa­ra­ten emp­foh­len. Eine Erhö­hung der Ein­zel­do­sis bringt kei­nen Nut­zen. Wird eine stär­ke­re oder schnel­le­re Wir­kung gewünscht, kann im All­ge­mei­nen die glei­che Dosis häu­fi­ger ein­ge­nom­men wer­den. Auch dazu ein Ver­gleich: Wenn man auf einem Kla­vier kräf­tigt in die Tas­ten haut, wird es laut. Es besteht ein direk­ter Zusam­men­hang zwi­schen Dosis und Wir­kung. So ist es auch in der All­o­pa­thie. Bei der Homöo­pa­thie ist das aber anders: Nicht die Dosis ent­schei­det, son­dern eine Wir­kungs­ver­stär­kung lässt sich durch eine häu­fi­ge­re Ein­nah­me errei­chen. Ver­gleich­bar ist das mit dem Spi­nett. Auch hier wird durch häu­fi­ges Anschla­gen (es ist rich­tig gesagt ein Zup­fen) ein stär­ke­rer Klang erzeugt.

Eine OTC-Ampul­le wird auf­ge­bro­chen und in den Ampul­len­trä­ger gestellt

Der Sprüh­kopf mit Schlauch wird in die Ampul­le eingeführt

Der Sprüh­kopf wird durch Dre­hen mit dem Ampul­len­trä­ger ver­rie­gelt. Das Ver­sprü­hen der Flüs­sig­keit erfolgt durch Drü­cken der Pum­pein­rich­tung mit Dau­men und Zeigefinger

Ampul­len­wech­sel und Entsorgung

Adap­pli­ca­tor ‑die Alter­na­ti­ve zur Sprit­ze und alko­ho­li­schen Lösung


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