Behandlungsziel: freie Nebenhöhlen und Ohren

Quel­le: Moder­ne Homöo­pa­thie zur Selbst­hil­fe (Dr. Recke­weg /​​ Top-Fit-Gesund)

Anwen­dungs­ge­bie­te /​ Erkran­kun­gen der Atem­we­ge /​ freie Neben­höh­len und Ohren
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Behandlungsziel: freie Nebenhöhlen und Ohren

Beim Schnup­fen ist die gesam­te Schleim­haut der Nase ent­zün­det, geschwol­len, auch in den Nasen­ne­ben­höh­len. Das macht das Druck­ge­fühl, das sich mit Nasen­trop­fen rasch min­dert. Bei län­ge­rem Ver­lauf kön­nen aber die Ein­gän­ge der Neben­höh­len anschwel­len und zuset­zen, das Sekret hat kei­nen Abfluss. Das macht stär­ke­re Schmer­zen, dazu kommt die Gefahr einer zusätz­li­chen bak­te­ri­el­len Infek­ti­on bis zur Ver­ei­te­rung der Nasen­ne­ben­höh­len. Des­halb ist früh­zei­ti­ges Abschwel­len nicht nur erleich­ternd, son­dern vor­sorg­lich und hilft Kom­pli­ka­tio­nen zu vermeiden.

Auch die Schleim­haut der Ohr­trom­pe­te (Tuba audi­ti­va oder Eusta­chi­sche Röh­re), wel­che Rachen und Pau­ken­höh­le des Mit­tel­ohrs mit­ein­an­der ver­bin­det, kann so zuschwel­len. Die Belüf­tung des Mit­tel­oh­res über die Ohr­trom­pe­te wird durch eine sol­che Schwel­lung behin­dert. Der Tuben­ka­tarrh macht sich durch einen dump­fen Druck bis Schmerz bemerk­bar, außer­dem hört man auf dem betrof­fe­nen Ohr schlech­ter, weil das Trom­mel­fell auf­grund des Unter­drucks nicht mehr schwin­gen kann.

Bei einem Schnup­fen über eine Woche hin­aus soll­te doch mal der Arzt kon­sul­tiert werden.

Küchen­schel­le (Pul­sa­til­la)

Ist es zu einer Sinu­s­i­tis (Nasen­ne­ben­höh­len-Ent­zün­dung) oder zu einem Tuben­ka­tarrh gekom­men, ist eine kon­se­quen­te Behand­lung bis zur voll­stän­di­gen Aus­hei­lung von­nö­ten. Liegt nichts Erns­tes vor, hilft die Natur mit eini­gen bewähr­ten Wirk­stof­fen, die idea­ler­wei­se kom­bi­niert ein­ge­setzt wer­den. Zu ihnen gehö­ren Wolfs­milch (Euphor­bi­um), Küchen­schel­le (Pul­sa­til­la) und Kalk­schwe­fel­le­ber (Hepar sul­fu­ris). In homöo­pa­thi­scher Ver­dün­nung fin­den sie sich im Kom­plex­prä­pa­rat Euphor­bi­um comp. SN (vgl. Sei­te 20 /​ Wirk­stoff­be­schrei­bung Euphor­bi­um comp. Nasen­trop­fen SN). Die Trop­fen zum Ein­neh­men hel­fen sowohl bei chro­ni­scher Sinu­s­i­tis als auch beim Tuben­ka­tarrh. Sie wir­ken gegen die Viren und för­dern so die Ausheilung. 

Dosie­rung: 3‑mal täg­lich 10 Trop­fen ein­neh­men; bei aku­ten Beschwer­den alle hal­be bis gan­ze Stun­de, bis zu 12-mal täg­lich, 10 Trop­fen ein­neh­men. Kin­der erhal­ten nach Rück­spra­che mit dem Arzt die in der fol­gen­den Tabel­le ange­ge­be­ne Dosierung.

Dosie­rung von Euphor­bi­um comp. SN bei Kindern

Alters­grup­pe

Nor­mal­do­sie­rung

Akut­do­sie­rung

Klein­kin­der 1–6 Jahre

3‑mal täg­lich
5 Tropfen

Alle hal­be bis gan­ze Stun­de, bis zu 12-mal täg­lich, 5 Tropfen

Schul­kin­der 6–12 Jahre

3‑mal täg­lich
7 Tropfen

Alle hal­be bis gan­ze Stun­de, bis zu 12-mal täg­lich, 7 Tropfen

> 12 Jahre

Erwach­se­nen­do­sie­rung

Erwach­se­nen­do­sie­rung

Die Trop­fen kön­nen mit etwas Flüs­sig­keit ver­mischt ein­ge­nom­men wer­den. Zur Ver­bes­se­rung der Wir­kung soll­ten die Trop­fen mög­lichst eine Zeit­lang im Mund behal­ten werden.


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