
Botanisches:
Die kleine, freischwimmende Pflanze wird durch kreisrunde 2–3 mm große Laubglieder dargestellt. Sie sind beiderseits flach und unten mit einem Würzelchen versehen. Die eingeschlechtlichen Blüten sind einhäusig und stehen zu dritt am Rande der Stiele. Die in den Lauborganen reichlich vorhandenen dolchartigen Raphiden schützen die Pflanze gut gegen Schneckenfraß. Enten und Gänsen sind sie jedoch ein beliebtes Futter. Lemna minor ist auf Tümpeln und Teichen der ganzen Erde anzutreffen. Sie fehlt nur in der Arktis. In den Kräuterbüchern des Mittelalters wird von der Wasserlinse gesagt: sie “ist nichts dann ein fettigkeyt der stillen wasser / darauß folgendes anderer same und wasserkreuter wachsen …” Blütezeit: Zwischen Mai und Juni.

Kleine Wasserlinse
(etwa 2/3 nat. Gr.)
Lemna minor L.
Lemnaceae
Geschichtliches und Allgemeines:
Die Wasserlinse ist schon im klassischen Altertum bekannt gewesen und wird von Dioskurides unter dem Namen Tümpelphäkos als Umschlag bei allen Entzündungen, Rose und Podagra empfohlen. Auch die arabischen Ärzte des Mittelalters kannten die Pflanze, die von der h l. Hildegard (12. Jahrhundert) als Merlinsen erwähnt wird.