Lemna minor – Seite 2 von 4 – Monographie Madaus

Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heilmittel
Mono­gra­phie Lem­na minor (Sei­te 2 von 4)
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Botanisches:

Die klei­ne, frei­schwim­men­de Pflan­ze wird durch kreis­run­de 2–3 mm gro­ße Laub­glie­der dar­ge­stellt. Sie sind bei­der­seits flach und unten mit einem Wür­zel­chen ver­se­hen. Die ein­ge­schlecht­li­chen Blü­ten sind ein­häu­sig und ste­hen zu dritt am Ran­de der Stie­le. Die in den Lau­bor­ga­nen reich­lich vor­han­de­nen dolch­ar­ti­gen Raphi­den schüt­zen die Pflan­ze gut gegen Schne­cken­fraß. Enten und Gän­sen sind sie jedoch ein belieb­tes Fut­ter. Lem­na minor ist auf Tüm­peln und Tei­chen der gan­zen Erde anzu­tref­fen. Sie fehlt nur in der Ark­tis. In den Kräu­ter­bü­chern des Mit­tel­al­ters wird von der Was­ser­lin­se gesagt: sie “ist nichts dann ein fet­tig­keyt der stil­len was­ser /​ dar­auß fol­gen­des ande­rer same und was­ser­kreu­ter wach­sen …” Blü­te­zeit: Zwi­schen Mai und Juni.

Klei­ne Wasserlinse
(etwa 2/​3 nat. Gr.)
Lem­na minor L.
Lem­naceae

Geschichtliches und Allgemeines:

Die Was­ser­lin­se ist schon im klas­si­schen Alter­tum bekannt gewe­sen und wird von Dio­s­ku­r­i­des unter dem Namen Tüm­pel­phä­kos als Umschlag bei allen Ent­zün­dun­gen, Rose und Poda­gra emp­foh­len. Auch die ara­bi­schen Ärz­te des Mit­tel­al­ters kann­ten die Pflan­ze, die von der h l. Hil­de­gard (12. Jahr­hun­dert) als Mer­lin­sen erwähnt wird.