Doldenvogelmilch

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Dol­den­vo­gel­milch, Orni­tho­g­alum umbel­la­tum L. [Jacq. flor aus­tr.4. Tab. 343.] mit schirm­trau­ben­för­mi­gen Blu­men, ein­ge­kerb­ten Staub­fä­den, und über den Sten­gel her­vor­ra­gen­den Blu­men­stie­len, ein auch in Deutsch­land ein­hei­mi­sches mehr­jäh­ri­ges, etwa schuh­ho­hes Zwie­bel­ge­wächs, wel­ches in Gär­ten häu­fig wuchert, und sei­ne wei­ßen Blu­men im Früh­lin­ge zeigt.

Die wei­ße, zwie­bel­ar­ti­ge Wur­zel (rad. orni­tho­ga­li vul­ga­ris) mit einer Men­ge klei­ner Zwie­bel­chen umge­ben, hat einen bit­ter­li­chen, sehr schlei­mi­gen Geschmack, und dient roh und gekocht als ein Nah­rungs­mit­tel. Man hat ihre (gewiß unbe­trächt­li­chen) harn­trei­ben­den, und den schar­fen Schleim der Brust ein­wi­ckeln­den Tugen­den in alten Zei­ten geprießen.