Dioskurides Arzneimittellehre, Seite 521

ZurückInfosWeiter

Fünftes Buch

Heilpflanzen-Welt -- Die Welt der Heilpflanzen!


Dio­s­ku­r­i­des Arz­nei­mit­tel­leh­re, Sei­te 521

Cap. 104. Chrysokolla.

Die bes­te Chry­so­kol­la ist die arme­ni­sche, von gesät­tigt lauch­grü­ner Far­be, dann kommt die make­do­ni­sche, dar­auf die kypri­sche und dabei zieht man die rei­ne vor; die voll Erde und Stei­nen ist, muss man ver­wer­fen. Gewa­schen wird die eben genann­te auf die­se Wei­se: Zer­stos­se sie und wirf sie in einen Mör­ser, gies­se Was­ser zu und rei­be sie mit der fla­chen Hand kräf­tig gegen den Mör­ser; dann lass abset­zen, sei­he ab, gies­se ande­res Was­ser zu und rei­be wie­der­um. Dies thue abwech­selnd, bis sie rein und lau­ter ist. Zuletzt trock­ne sie in der Son­ne und bewah­re sie zum Gebrauch auf. Willst du sie bren­nen, so bren­ne sie auf die­se Wei­se. Rei­be genü­gend davon fein, gib es in einen Tie­gel und set­ze ihn auf Koh­len und mache es im Ueb­ri­gen so, wie in den vor­her­ge­hen­den Kapi­teln ange­ge­ben ist. Die Chry­so­kol­la hat die Kraft, Nar­ben zu ver­trei­ben, Fleisch­wu­che­run­gen zu hem­men, zu rei­ni­gen, zu adstrin­gi­ren, sowie auch zu erwär­men, leich­te Fäul­niss zu bewir­ken und dabei in etwa zu beis­sen. Sie gehört auch zu den bre­chen­er­re­gen­den und tödt­li­chen Mitteln.