Quelle: Bernhard Kronenberger — Die neue Diagnostik Lingualis (Zungendiagnose) (1949, Kahl a. Main)
Auf welchem Naturgesetz ist nun diese neue Zungen-Diagnostik begründet?
Treffend beantwortet: “Die Entstehung der neu entdeckten Zungenzeichen beruht auf dem gleichen Naturgesetz wie alle übrigen Zeichen am menschlichen Körper, die von der anerkannten Semiotik bereits in den Dienst der Diagnostik gestellt werden!”
Das gesamte Kräftespiel des Lebens fußt auf dem Gesetz der Polarität; einerseits auf dem Gesetz der Strahlung und dem gegenpolaren Gesetz der stofflich materiellen Spannung, welches sich schon bei der Zellteilung kundgibt. Strahlung und Spannung müssen zum normalen Verlauf alles Geschehens im schöpferischen natürlichen Harmonieverhältnis zueinander stehen. Die Strahlungskraft “Dynamis” ist im Centralnervensystem und im Besonderen in den großen Ganglien des vegetativen Systems aufgespeichert.
Sie offenbart sich uns:
- Als Astrosphäre bei der Zellteilung.
- Als der vom Organismus individuell mehr oder weniger ausstrahlende Magnetismus.
- Als Strahlkraft der Iris, die sich am Spiegelbild des Truncus sympathikus, an der Iriskrause, besonders ausprägt.
- Als die an jedem Organ nach außen in Erscheinung tretende Ebenmäßigkeit und Schönheit der Form, somit auch an der Egalität und Schönheit der Zunge.
Diese meine Polaritäts‑, Aktino-Tensions-Theorie fußt auf einer ewigen Wahrheit und wird die Reinheit der Idee allen Anstürmungen und Entstellungen demzufolge standhalten. Bei den Nachforschungen über die Ursachen und die Zusammenhänge meiner neuen Zungen-Diagnose wie über die Wesensgrundlagen der Semiologie überhaupt, ist mir die Erkenntnis der Aktino-Tensions-Theorie fast schlagartig zur Offenbarung geworden und ich habe nur den einen Wunsch, meinen Mitmenschen und der Welt dieses Wissen um die innerste Wesensart unseres Organismus, auf eine würdige, der Sache wertentsprechende Weise zu unterbreiten.
Die Brücke zu diesen Erkenntnissen mag wohl mein seit über drei Jahrzehnten bestehendes, selten großes Erfassen und Eindringen in die homöopathischen Lehren und damit zusammenhängend das Vordringen in die Welt des Feinstofflichen, des Psychischen, gebildet haben. Liegt schon in den Grundsätzen der Homöopathie, bereits noch von jedem gesunden Menschenverstand faßbar, eine der vielen Wurzeln von der Macht des Kleinen, so finden wir eine weitere Wurzel in den Grundlagen der gesamten Semiologie.
Es ist ein immer zu beachtender Maßstab für die allgemein gültige medizinische Anschauung und Einstellung, daß sie die Homöopathie in das Gebiet der okkulten Medizin einreiht. Die allopathische medizinische Schuldoktrin fußt eben auf rein materialistischen Grundsätzen die sie für ihren Fortbestand beibehalten muß, denn sonst würde sie sich selbst aufgeben. Niemand kann zwei Herren zugleich dienen. Man kann nicht einer jeder Höherentwicklung konfront laufenden, vollkommen materialistisch versklavten Welt verschrieben sein, und gleichzeitig der feinstofflichen Welt die endbedingt ins Transcendentale ins Göttliche führt, ebenso dienen, das geht nicht. Wer schulmedizinisch denkt, kann nie feinstofflich denken und wer die Bahn des Letzteren einmal beschritten und voll und ganz begriffen hat, wird nie mehr ins alte Lager zurückkehren. Dies ist auch der Grund, warum schon Hahnemann selber, der sein Simile mit aller Offenbarung sicher am besten kannte, jeden Halbhomöopathen, also jeden Zwittermediziner, für sein System ablehnte.
Polare Gegensätze dürften, ja müssen förmlich in der Medizin ebenso wie anderswo vorhanden sein, nur sollten sie sich im Rahmen gegenseitiger Ergänzung und Befruchtung bewegen. Zwischen der Allopathie und der Homöopathie besteht eigentlich nur ein äußerer dynamischer Gegensatz; denn nur durch den sogenannten Polwechsel, die Verdünnung, das homöopathische Potenzieren, wird aus dem konzentrierten, erstarrten Spannungsstoff, dem Gift, welches nach der Mystik als Symbol des Niedergangs zur Materie, zur Sünde, zum Fluch gilt, ein entgegengesetzter sich ausbreitender, lebenfördernder, wohltuender Strahlungs-Feinstoff, der mystisch gesehen, zur Vergeistigung, Erlösung, All-Liebe und Glückseligkeit führt.
Jedem das Seine! Betrachten wir das Bestehen der beiden medizinischen Richtungen als das, was sie sein wollen, als eine ganz natürliche Notwendigkeit im Plane der Schöpfung. Respektieren wir auch die überaus zahlreichen Errungenschaften der medizinischen Wissenschaft und trage jeder, der das Zeug dazu in sich hat, zu weiterer Klärung noch ungelöster Probleme bei.
Über den Weg seiner Richtung wähle jedermann selber. Wer sich von der Macht des Kleinen, dem Feinstofflichen angezogen fühlt, dem sei noch ein Ausspruch des chinesischen Weisen Lao-Tse: “Das Zarte wird das Starke besiegen. Dies ist die geheime Erleuchtung”; und ein solcher von Gottfried Keller: “Gott verhält sich mäuschenstill, darum regiert er die Welt”, mit auf den Weg gegeben.
Die Semiotik bildet neben den physikalischen Untersuchungsmethoden eine der Grundlagen der ärztlichen Diagnostik. Eine Anzahl bereits bewährter semiologischer Ausdrucksformen wie die Augendiagnose, teilweise auch die Gesichts-Physiognomik, die Nageldiagnose etc. und wahrscheinlich auch meine nunmehr vorliegende neue Zungen-Diagnose, reiht man einfach von wissenschaftlicher Seite ins Bereich der okkulten Diagnostik, wenngleich man zu deren Wahrnehmung nicht der erforderlichen höheren okkulten Sinne, des sechsten und siebenten Sinnes bedarf, sondern diese von Jedermann welcher im Vollbesitz seiner fünf physikalischen Sinne ist, wahrgenommen werden können. Wenn man hierbei noch von supraphysikalischen Untersuchungsmethoden sprechen würde, könnte man dies schließlich gelten lassen, aber all diese Untersuchungsarten in das Gebiet der Metaphysik zu verlegen, das ist nicht allgemein, sondern nur einseitig bedingt, verständlich. Logischerweise dürfte sich der Umfang der Metaphysik aus mehreren Phasen und Übergängen zusammensetzen, so aus der Supraphysikalis, die noch mit den natürlichen fünf Sinnen faßbar ist, weiter aus der eigentlichen Metaphysik, in die man nur unter der Vollkraft unserer beiden höheren Sinne ein- und in den Bereich des höheren Geistigen vordringen kann, und aus der Transcendenz, die auch für das erdgebundene geistige Schauen verschlossen bleibt.
Gehen wir nach diesem Umwege, der zur teilweisen Klärung unserer supraphysikalischen Möglichkeiten dienen sollte, wieder zu unserem eigentlichen Thema über:
Wenn wir den Grundlagen der Semiologie näher treten und in dieselben eindringen wollen, so müssen wir uns zunächst ein Reich erobern, dessen Umfang und Grenzen weit über die bisher von der Schulmedizin als allgemein gültig anerkannten, bezw. angenommenen Naturgesetze hinausgeht, ein Reich, in welchem tiefere und ewige Wahrheit und eine höhere Ordnung waltet. Die Grundgesetze der Semiotik fußen auf den bis heule für den menschlichen Organismus meist nicht, oder nur wenig beachteten, das ganze Universum durchflutenden Strömungen der Polarität, deren Kenntnis uns nicht nur eine größere Sicherheit in der speziellen Diagnostik, sondern demzufolge auch eine intensivere Heilungsmöglichkeit bei allen Abweichungen von der Norm gewährleistet.
Das schöpferische Prinzip ist die sich ausbreitende, lebenfördernde, ständig zu Höherem fortschreitende Strahlung, das Jupiterprinzip, dem als Gegenpol das Saturnprinzip, die Elementarkraft der Materie als die hemmende, zum Zerfall, zur Erstarrung und Zerstörung drängende Spannung entgegenwirkt. Beide Elementarkräfte sind unbedingt und auf die gesamte Zeitdauer ihrer Wirksamkeit aufeinander angewiesen, keine derselben kann für sich allein bestehen, da die Existenz der einen ebenso die Existenz der anderen voraussetzen muß, mit derselben Bedingung wie auf den Tag die Nacht folgt und wie dem Südpol ein Nordpol gegenüberstehen muß. Diese beiden polar gelagerten schaffensmächtigen Wirklichkeits-Überkräfte sowohl in ihrer Konsonanz und ganz besonders in ihrer Dissonanz am menschlichen Organismus zu erkennen, das ist die kommende, höhere, polare Diagnostik, und diejenige Kunst welche vorliegende Dissonanzen wieder bis ins Fleisch und Blut hinein zu harmonisieren vermag, das ist die neue langsam herankommende, von Meßmer, Hahnemann und Coue bereits angebahnte, zukünftige höchste Heilkunst, die zum harmonischen Machtfaktor über das Leben berufen sein dürfte.
Solange unsere diesseitige Inkarnation besteht, müssen wir zur Gestaltung eines harmonischen Lebensverlaufes uns nach beiden Polrichtungen hin orientieren; gleichermaßen müssen wir uns sowohl dem Geiste wie der Materie, dem Stoff widmen; leben wir nur dem Geist, dann erstarrt unser Stoffliches, leben wir nur der Materie, dann stirbt unser Geist. Liegen Dissonanzen im Ablauf körperlicher Funktionen vor, dann dürfen wir nicht, wie bisher meist geschehen, die zur Erstarrung drängende Materie anpacken, nicht den Boden des Instrumentes behämmern, sondern wir müssen versuchen, die Vorgänge und die verspannten Schwingungen so zu steuern und in den harmonischen Rhythmus einzuordnen, daß die vorher gehemmte, eingeschlossene, elementare Urkraft der Strahlung entfesselt wird und wieder ungehindert fließen kann. Sind wir in der Lage, den verstimmten Lebens-Strahlkräften den akkordialen Wohlklang wieder zu verschaffen, dann ist das menschenmöglichste eines Heilkünstlers erreicht, er ist ein gottbegnadeter Helfer. Mit dieser Gnade und Offenbarung wird er immerhin weiter in innigstem Kontakt bleiben müssen, denn nur so wird er in Verbindung mit der Oberleitung ein nie versiegender Segen für seine Umwelt.
Der sich unaufhaltsam weiter vollziehende, ständig erneuernde Schöpfungsakt beruht einerseits auf der “Es werde” vordringenden Aktino-Elementarkraft, der Strahlungsenergie, welche die Materie fortlaufend zu den Gebilden und Individuen, denen gleichzeitig eine Tendenz zur höchsten Vervollkommnung innewohnt, aufbaut, und andererseits aus der Tensions-Elementarkraft, der Spannungsenergie, die als Urphänomen das Verharrungsprinzip der Materie darstellt, welche der Strahlungsenergie das zur harmonischen Schöpfung notwendige, zeit- und grenzbedingte Gegengewicht liefert.
Die zum Erstarrungsziel drängende Tensionskraft bedarf in der Lebens-Oszillation naturnotwendig der Strahlungseinwirkung, um aus dem Aggregatzustand der Materie die für den Aufbau und den Erhalt des Lebens benötigten Bausteine abzugeben ebensogut, wie sie eine etwa zu umfangreiche oder zu rasche Materie-umsetzende Strahlung zweckentsprechend hemmen muß.
Der harmonische Lebensvorgang ist demzufolge nur von dem richtigen Maß der Strahlung wie der Spannung, nebst der Qualität der vorhandenen Materie abhängig, denn auch die geordnetste Strahlung kann bei fehlender oder nur teilweise fehlender Materie nur Unvollkommenes erzeugen.
Das Ebenmaß an harmonisch eingestellter und verlaufender Strahlung und Spannung prägt sich bei allen Gebilden und Individuen fast durchweg schon allein an den äußeren Formen, an der nach außen hin zutage tretenden Schönheit des Aufbaues, offenkundig aus.
Demgegenüber erkennen wir jeden mehr oder weniger unter oder über die Norm hinausgehenden Spannungstonus, bezw. jede Über- oder Unterstrahlung, an jedem von der Schönheit der Formen abweichenden Typus, welcher sich in allen bis heute bekannten Arten der Semiologie und in den jeweils verschiedensten charakteristischen Zeichen ausprägt.
Nach diesen Gesichtspunkten dürfen wir annehmen, daß uns der am Individuum in Erscheinung tretende Ausdruckswert der Natur mehr zu offenbaren in der Lage ist, als wenn wir uns gleich analytischen Kritikern in ihr Gefüge hineinwühlen, wodurch wir uns mit der Materie nur noch mehr verketten. Das geistige, das strahlende Element muß dominierend bleiben, weshalb auch der Arzt und Heiler der zugleich auch Philosoph ist, dem Arzt der Materie ein Prae voraus hat. Greifen wir nach den hier vorgetragenen Erkenntnissen aus dem bisher nur sehr eng begrenzten Gebiet der Semiologie die zu unserer Zungen-Diagnose parallel laufende Gesichts-Physiognomik, bei Magen‑, Darm- und sonstigen Eingeweide-Erkrankungen heraus. Wem dürfte da nicht schon allein das gerade um die Mundpartie herrschende reiche Falten-und Empfindungsspiel neben verschiedenster Haltung der Lippen besonders auffällig erscheinen. Wir begegnen diesem förmlich aus der Tiefe des Körpers kommenden Erstarrungs- und Spannungszug der Materie, welcher sich auf diese Art so deutlich am Anfangsteil vom Verdauungstraktus ausprägt, mehr oder weniger bei fast allen Leiden der Eingeweide. Es ist deshalb anzunehmen, daß die unsichtbare krankhafte Veränderung im Innern des Körpers mit diesen äußerlich wahrnehmbaren Falten etc. wechselseitig bedingt sein muß, wie wir solche z. B. beim Typhus, der Cholera, dem Magenkrebs, bei Magen- und Darmgeschwüren, Darmschwindsucht etc. vorfinden. Wir finden die verborgene Kennzeichnung der Dinge, die Signatura rerum, also auch hier bestätigt und parieren jeden Einwand als Mystik oder Okkult, da wir unsere Augen nicht schließen, sondern unseren Blick fest auf die Dinge richten. Nur indem wir das Äußere, die Phänomene, die uns immer selbst die Lehre bilden müssen, erkennen, gelangen wir auch schließlich zur Pforte des Inneren.
Wenn sich schon an den Mundpartien durch faltenreiche Einziehungen gewisse Leiden der Verdauungsorgane offenbaren, so liegt es nahe, daß uns die Zunge in dieser Beziehung noch mehr Aufschluß geben kann. Ausgehend von dem Gedanken, daß alle Leiden, so auch hier solche der Verdauungsorgane, durch eine vom Normalen abweichende und dadurch überwiegende Tensionskraft, dieser Elementarkraft der Materie welche ständig zur Erstarrung, zum ruhenden Pol, zum Tode drängt, bedingt sein müssen, so ist es dementsprechend erklärlich, daß die vorliegenden Spannungen sich nicht nur am befallenen Organ selbst auswirken, sondern gleichzeitig eine gewisse Zugwirkung auf andere Teile des Digestionsapparates wie hier auf die Zunge ausüben, die sich an derselben in den noch zu schildernden Furchen, Fissuren, Falten, circumskripten Flächen etc. ausprägt. Über die polaren Verbindungen zwischen den einzelnen Organen und ihren betreffenden Zungenbezirken kommen die jeweils bestehenden Über- oder Unterfunktionszeichen zustande.
Ziehen wir weitere Vergleiche zwischen der Gesichts-Physiognomik beim gesunden und kranken, sowie besonders beim alternden Menschen und der neuen Zungendiagnose, so werden uns verschiedene Parallelen offenkundig von dem zur Erstarrung drängenden Zug der Materie bestimmt überzeugen. Immer mehr erkennen wir bei diesen Vergleichen die dem Schöpfungsprinzip innewohnende Strahlungskapazität, ihr harmonisches Gestalten und ihren beharrlichen Kampf, indem sie die einmal zum Leben erweckte, also organisch gewordene Materie außerterminell vor dem Rückfall in den starren anorganischen Zustand bewahren will. Erst wenn die dem Gebilde oder Individuum vorgesehene Zweckmäßigkeit erfüllt ist, läßt der aufbauende Strahlungsimpuls nach. Seine Energie entweicht allmählich, zur Sammlung anderer, wahrscheinlich höherer Aufgaben und überläßt der erdgebundenen Materie den Beschluß. Betrachten wir uns beispielsweise den strahlungsharmonischen, von keinerlei Materienspannung belasteten, wohlgeformten Organismus eines Gesunden, dagegen das dem Spannungszug folgende, magere, zahlreiche Falten und Impressionen aufweisende Gesicht eines an den Eingeweiden Erkrankten, dessen übriger Körper noch weitere bezügliche Merkmale erkennen läßt und endlich einen alternden Menschen dessen Runzeln und Hinwelkung den Spannungszug der Materie deutlich anzeigt, welcher gleichsam schon bei Lebzeiten förmlich zur Erde wird.
Zusammengefaßt, ist jeder von dem harmonischen Ebenmaß abweichende Ausdruckswert jedweder offenliegender oder ohne weiteres zugänglicher Teile des Menschen erstens als Mangel am Aufbau und zweitens als pathologisch zu betrachten, da jede Störung der Formschönheit von einer Über- oder Untertension der Materie abhängt, wobei zumeist eine Überspannung derselben entsprechend ihrem arteigenen Erstarrungszug vorwiegt.
Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß sich bei den verschiedenen semiologischen Äußerungen neben dem Verfassungszustand der organischen Materie auch gleichzeitig die geistigseelische Art ihres Trägers kundgibt, wie wir dies so treffend bei der Gesichts-Physiognomik vorfinden.
Außerdem sind wir bei dem gesamten vorliegenden Fragenkomplex in der Lage, denselben nach den beiden im philosophischen Sprachgebrauch gültigen Richtungen hin zu gliedern. Diese auf Grund der Induktion, also nach dem logischen Schluß vom Einzelnen und Besonderen auf das Allgemeine sich aufbauende Aktino-Tensions-Theorie, läßt sich entgegengesetzt auch nach der Deduktion, der Schlußfolgerung und Ableitung vom Allgemeinen auf das Besondere erklären. Sollte sich übrigens nach weiteren gesammelten Erkenntnissen die vorgetragene Theorie schließlich nicht als endgültig bewiesen und vollkommen herausstellen, so dürfte immerhin dieselbe bis zur Erlangung größerer Gewißheit doch als beachtenswerte Hypothese anzunehmen sein.
So möge denn diese Arbeit ihr Scherflein dazu beitragen, daß aus der schlummernden Möglichkeit, der Potenz, durch Entfaltung derselben zum Aktus, letzten Endes der Mensch seiner gottesebenbildlichen Entelecheia und Bestimmung entsprechend, sich über alle Drangsale der Materie hinweg, fortlaufend lichter entfalte.