Quelle: Schüssler – Biochemie: Abgekürzte Therapie (1898, 25. Auflage, Dr. med. Schüßler)






Mechanische Verletzungen
Quetschungen, Schnitt- und andere frische Wunden, Verstauchungen u. s. w. erfordern gleich Anfangs Ferrum phosphoricum. Bleibt nach dem Gebrauche dieses Mittels eine Geschwulst der betr. Stelle zurück, so gebe man Kalium chloratum. Ist in vernachlässigten Fallen eine Eiterung entstanden, so paßt Silicea. Verjauchung oder Brand: Kali phosphoricum; Wildfleisch: Kalium chloratum.
Knochenbrüche erfordern neben den mechanischen Mitteln zuerst Ferrum phosphoricum gegen die Verletzung der Weichtheile, später Calcarea phosphorica zur Beförderung der Callus-Bildung.
Die Tenalgia crepitans (den knisternden Sehnenschmerz), welche oberhalb des Handgelenks an der Dorsalseite des Unterarms der Tischler und anderer Handwerker entsteht, wenn sie mit zu großer Kraftanstrengung den Meißel, resp. ein anderes Werkzeug in halbrotirender Bewegung auf den zu bearbeitenden Stoff haben einwirken lassen, habe ich in zwei Fällen mittels Ferrum phosphoricum rasch geheilt.
Einen dritten Fall, der unter allopathischer Behandlung chronisch geworden war, heilte ich rasch mittels Kalium chloratum, nachdem Ferrum phosphoricum sich wirkungslos erwiesen hatte.
Ganglium tendinosum: Fluorcalcium.