Arctostaphylos uva ursi, Bärentraube

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Die Phy­to­the­ra­peu­ti­sche Welt (Jubi­lä­ums­aus­ga­be des Hau­ses A. Nattermann)

Arctostaphylos Uva Ursi



Arctostaphylos uva ursi — Bärentraube

Arctostaphylos Uva Ursi

Botanik:

Die Bären­trau­be gehört zur Fami­lie der Eri­ca­ceen. Der nie­de­re von April bis Juni blü­hen­de Strauch, der im Win­ter durch sei­ne immer­grü­nen (zwei­jäh­ri­gen) Blät­ter auf­fällt, wächst in der Ebe­ne recht zer­streut vor­wie­gend in lich­ten Kie­fern­wäl­dern und auf Hei­den. — Grö­ße­re Bestän­de sind in Tei­len der Lüne­bur­ger Hei­de zu fin­den. — In gebir­gi­gen Lagen (bis 2500 m) bil­det die Pflan­ze oft dich­te, sich über meh­re­re qm erstre­cken­de Tep­pi­che. Häu­fi­ge Vor­kom­men sind in Tirol, in den Gebir­gen des Bal­kans und in den Pyre­nä­en. Die Pflan­ze der Pyre­nä­en (und damit die spa­ni­sche Dro­ge) unter­schei­det sich dabei deut­lich durch grö­ße­re und dicke­re Blät­ter von der ande­rer Verbreitungsgebiete.

Droge:

Folia Uvae ursi. — Bärentraubenblätter.

Wirksame Prinzipien:

Die Glu­ko­si­de Arbu­tin und Methylarbutin.

Kurze Angaben zur Pharmakologie und Therapie:

Die Dro­ge ist ein gutes Harn­des­in­fi­zi­ens, das bei infek­tiö­sen und eit­ri­gen Harn­wegs­er­kran­kun­gen von gro­ßem Wert ist. Als eigent­lich bak­te­ri­zi­de Sub­stanz ist dabei das Hydro­chi­non anzu­spre­chen, das in den Harn­we­gen aus dem Glu­ko­sid Arbu­tin in Frei­heit gesetzt wird.