Quelle: Magnus Hirschfeld & Richard Linsert: Liebesmittel — Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel / Aphrodisiaca (MAN Verlag, Berlin, 1930)


Hinweis: Niemand wird in irgendeiner Form aufgefordert, irgendeine der hier behandelten Substanzen, Potenzmittel oder Rezepturen zu sich zu nehmen. Kein Hinweis ist ein Ratschlag für Kranke. Keine hier dargebotene Information soll die Selbstmedikation unterstützen. Achtung – das Leben birgt Risiken und Gefahren und endet immer tödlich! Bis dahin kann es jedoch versüßt werden.
Foeniculum officinale
Der im Geschmack wie im Geruch hocharomatische Fenchel (marathron) stand schon bei den Hellenen in hohem Rufe als sexuell wirksames Kraut. Man trug ihn in Kränzen bei den Dyonisoskulten, auch benutzte man ihn zum Liebeszauber. Dioscurides (III, 74) empfiehlt ihn zur Beförderung der menses. – In Deutschland gilt er noch heutigen Tages als Aphrodisiacum, ferner hilft er den Frauen bei der Geburt, daher er “Frauenfenchel” genannt wird (Schwenckfeld catalogus 1600).