Quelle: Magnus Hirschfeld & Richard Linsert: Liebesmittel — Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel / Aphrodisiaca (MAN Verlag, Berlin, 1930)


Hinweis: Niemand wird in irgendeiner Form aufgefordert, irgendeine der hier behandelten Substanzen, Potenzmittel oder Rezepturen zu sich zu nehmen. Kein Hinweis ist ein Ratschlag für Kranke. Keine hier dargebotene Information soll die Selbstmedikation unterstützen. Achtung – das Leben birgt Risiken und Gefahren und endet immer tödlich! Bis dahin kann es jedoch versüßt werden.
Elaphomyces granulatus
Der Pilz galt als Aphrodisiacum, besonders für Kühe. Man mischte ihn ins Futter, wenn die Kühe bullen sollten. Daher auch seine Namen “Hirschbrunst unter der Erde” (Nemnich), “Bullkugeln”, “Bullenlust”, “Bullenlöper” (Mecklenburg). In der Altmark heißt er “Bullappeln”, in Ostfriesland “Bullnöten”, “Spööl”. Andere Aphrodisiaca für Kühe sind sonst “Bullkrut” (Drosera rotundifolia) und Milch von einer Kuh, die eben vom Bullen gekommen.