Anacardium Rottb. und occidentale

ZurückInfosWeiter

Quel­le: Magnus Hirsch­feld & Richard Lin­sert: Lie­bes­mit­tel — Eine Dar­stel­lung der geschlecht­li­chen Reiz­mit­tel /​​ Aphro­di­sia­ca (MAN Ver­lag, Ber­lin, 1930)

Liebesmittel

Hin­weis: Nie­mand wird in irgend­ei­ner Form auf­ge­for­dert, irgend­ei­ne der hier behan­del­ten Sub­stan­zen, Potenz­mit­tel oder Rezep­tu­ren zu sich zu neh­men. Kein Hin­weis ist ein Rat­schlag für Kran­ke. Kei­ne hier dar­ge­bo­te­ne Infor­ma­ti­on soll die Selbst­me­di­ka­ti­on unter­stüt­zen. Ach­tung – das Leben birgt Risi­ken und Gefah­ren und endet immer töd­lich! Bis dahin kann es jedoch ver­süßt werden.

Anacardium Rottb. und occidentale

Die­se Ana­kar­de gehört zur Fami­lie der Ana­car­dia­ceen, die haupt­säch­lich im tro­pi­schen Ame­ri­ka vor­kom­men. Die Stein­frucht kann geges­sen wer­den. Von Ana­car­di­um occi­den­ta­le wird ein ätzen­der Bal­sam gewon­nen, der, auf die Haut gebracht, Ent­zün­dun­gen erregt. Der Aca­ju­baum kommt in West­in­di­en und Süd-Ame­ri­ka vor.

“Die Ana­car­de oder Boh­ne von Mala­ga ist ein Korn, wel­ches man von der Spit­ze einer konisch gestal­te­ten Frucht Ost(?)indiens gewinnt. Sie gleicht in Far­be und Figur dem Her­zen eines klei­nen Vogels, daher sie auch Vogel­herz heißt. Sie ist mit einem dicken Häut­chen über­zo­gen, das eine schwam­mi­ge Sub­stanz ein­schließt. Unter­halb ist der Kern, wel­cher wie Man­deln schmeckt, in ein ande­res Häut­chen ein­ge­schlos­sen, die Frucht erhitzt und reizt unge­mein zum Beischlaf.”

“Die west­li­che Ana­car­de oder Aca­ju­nuss, die in Jamai­ka, in West­in­di­en, zu Hau­se ist, gleicht an Gestalt und Dicke der Hasen­nie­re, sie hat alle Eigen­schaf­ten der vori­gen (Ana­car­de).” (Paul­li­ni, “Dreck­apo­the­ke”.)