Pinus pinea

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Quel­le: Magnus Hirsch­feld & Richard Lin­sert: Lie­bes­mit­tel — Eine Dar­stel­lung der geschlecht­li­chen Reiz­mit­tel /​​ Aphro­di­sia­ca (MAN Ver­lag, Ber­lin, 1930)

Liebesmittel

Hin­weis: Nie­mand wird in irgend­ei­ner Form auf­ge­for­dert, irgend­ei­ne der hier behan­del­ten Sub­stan­zen, Potenz­mit­tel oder Rezep­tu­ren zu sich zu neh­men. Kein Hin­weis ist ein Rat­schlag für Kran­ke. Kei­ne hier dar­ge­bo­te­ne Infor­ma­ti­on soll die Selbst­me­di­ka­ti­on unter­stüt­zen. Ach­tung – das Leben birgt Risi­ken und Gefah­ren und endet immer töd­lich! Bis dahin kann es jedoch ver­süßt werden.

Pinus pinea

Die mäch­ti­ge Pinie, die schöns­te der Kie­fern­ar­ten, ist ein süd­li­cher Baum. Er ist von alters­her im Süden ein­hei­misch und war ehe­mals, wie Fich­te und Tan­ne, dem Dio­ny­sos, dem Zeu­gungs­got­te, hei­lig. Die Thyr­sos­stä­be des Got­tes, sei­ner Beglei­ter und Beglei­te­rin­nen waren mit Pini­en und Tan­nen­zap­fen gekrönt. Die­se Zap­fen erin­ner­ten die Grie­chen leb­haft an ein auf­ge­rich­te­tes männ­li­ches Glied und ihr Reich­tum an Kör­nern galt als Sym­bol der Frucht­bar­keit. Die Kör­ner, wel­che die Pinie, die “Nuß­kie­fer” Süd­eu­ro­pas, so mas­sen­haft trägt, sind läng­lich weiß, sehr ölig (gegen 50%). Sie schme­cken man­del­ar­tig, und man gebraucht sie sehr oft statt Man­deln und Hasel­nüs­sen. Wie die­se und die Pis­ta­zi­en gal­ten sie in älte­rer Zeit als aus­ge­zeich­ne­tes Aphro­di­sia­cum (Mat­tio­li), daher man sie auch “Kraft­nüß­lein” nennt. “Um recht oft coitie­ren zu kön­nen, nimm 50 Pini­en­ker­ne in zwei Glä­sern Wein, tu gerie­be­nen Pfef­fer dazu und trin­ke das.”