Dioskurides Arzneimittellehre, Seite 301

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Drittes Buch

Heilpflanzen-Welt -- Die Welt der Heilpflanzen!


Dio­s­ku­r­i­des Arz­nei­mit­tel­leh­re, Sei­te 301

und bren­nend. Er wird gegen Milz­krank­heit, Harn­ver­hal­tung und Zurück­blei­ben der Kata­men­i­en getrun­ken. Die Ein­ge­bo­re­nen gebrau­chen ihn als Wür­ze, indem sie ihn zu Gur­ken, die mit Essig gekocht sind, ver­wen­den. An der Spit­ze hat (die Pflan­ze) eine Art zahl­rei­cher Körner.

Cap. 58 (65). Anis.

Pim­pi­nella anis­um (Umbel­li­fer­ae) – Anis, Bibernellanis

Das Anison [Eini­ge nen­nen es auch Sion, die Römer Anis­um] hat im Gan­zen eine erwär­men­de, aus­trock­nen­de, das Ath­men erleich­tern­de, schmerz­stil­len­de, vert­hei­len­de, harn­trei­ben­de, die Säf­te ver­dün­nen­de und, bei Was­ser­sucht getrun­ken, durst­stil­len­de Kraft. Es ist auch ein gutes Mit­tel gegen den Biss gif­ti­ger Thie­re und gegen Blä­hun­gen. Es stellt den Durch­fall und den weis­sen Fluss, beför­dert die Milch­ab­son­de­rung und reizt zum Bei­schlaf. Der durch die Nase auf­ge­so­ge­ne Rauch des ange­zün­de­ten Anison lin­dert Kopf­schmer­zen, fein gerie­ben und mit Rosen­öl ein­ge­tröp­felt heilt es Reis­sen in den Ohren. Das bes­te aber ist das fri­sche, vol­le, nicht krüm­li­ge, stark duf­ten­de. Vor­zu­zie­hen ist das kre­ti­sche, dann kommt das ägyptische.