Erscheinungsdatum Bundesanzeiger: 1.2.1990.,
Heftnummer: 22a., ATC-Code: A15.
Monographie BGA/BfArM (Kommission E)









Bezeichnung des Arzneimittels
Cinchonae cortex; Chinarinde.
Bestandteile des Arzneimittels
Chinarinde, bestehend aus der getrockneten Rinde von Cinchona pubescens VAHL (synonym Cinchona succirubra PAVON ex KLOTSCH) oder von deren Varietäten und Hybriden sowie Zubereitungen aus Chinarinde in wirksamer Dosierung.
Die Droge enthält Alkaloide und andere Bitterstoffe.
Anwendungsgebiete
Appetitlosigkeit; dyspeptische Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.
Gegenanzeigen
Schwangerschaft, Überempfindlichkeit gegen Cinchona-Alkaloide wie Chinin oder Chinidin.
Nebenwirkungen
Gelegentlich können nach Einnahme von chininhaltigen Arzneimitteln Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautallergien oder Fieber auftreten. In seltenen Fällen ist eine erhöhte Blutungsneigung durch Verminderung der Blutplättchen zu beobachten (Thrombocytopenie). in diesen Fällen ist sofort ein Arzt aufzusuchen.
Hinweis:
Eine Sensibilisierung gegen Chinin oder Chinidin ist möglich.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Bei gleichzeitiger Gabe Wirkungsverstärkung von Antikoagulantien.
Dosierung
Soweit nicht anders verordnet:
Tagesdosis:
1 bis 3 g Droge, 0,6 bis 3 g Chinafluidextrakt mit 4 bis 5 % Gesamtalkaloiden, 0,15 bis 0,6 g Chinaextrakt mit 15 bis 20 % Gesamtalkaloiden, Zubereitungen mit entsprechendem Bitterwert.
Art der Anwendung
Zerkleinerte Droge sowie andere, bitterschmeckende galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
Wirkungen
Förderung der Magensaft- und Speichelsekretion.