Bohnenwicke

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Boh­nen­wi­cke, Vicia faba L. [Zorn pl. med. Tab. 538.] mit auf­rech­tem Sten­gel und Blatt­stie­len ohne Gabeln, ein ursprüng­lich aus Aegyp­ten und der Gegend um das kas­pi­sche Meer her­rüh­ren­des, bei uns in Gär­ten und Fel­dern unter dem Namen Sau- Pfer­de-Buff­boh­ne häu­fi­ges gebau­tes Som­mer­ge­wächs, meh­re­re Schuh hoch.

Die sehr ange­nehm rie­chen­de Blu­me (flor. fabae) gie­bt frisch mit Was­ser destil­lirt ein Schön­heits­was­ser für Frau­en­zim­mer. Die Blüt­hen ver­lie­ren durchs Trock­nen allen ihren Geruch.

Das Mehl des Samen­korns haben die Alten als ein Eite­rung beför­dern­des Mit­tel zu Umschlä­gen gebraucht, und aus dem gan­zen ver­brann­ten Krau­te ein (gewöhn­li­ches Potasch-) Salz (sal fabarum) durch Aus­lau­gen gezo­gen, von dem sie harn­trei­ben­de Eigen­schaf­ten wahr­nah­men, wie Gewächs­lau­gen­sal­ze zu zei­gen pflegen.