Bitterlinse

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Bit­ter­lin­se, Ervum ervi­lia L. [Blackw. T. 208 F. 3.] mit wel­len­för­mig gefal­te­tem Frucht­kno­ten, und gefie­der­ten Blät­tern, wel­che sich mit einem ein­zel­nen endi­gen, eine in Frank­reich, Ita­li­en und der Levan­te auf dür­rem, san­di­gem Boden ein­hei­mi­sche Pflan­ze, wel­che vom April bis Juni ihre röth­li­che Blu­me zeigt.

Die bit­ter­lich und unan­ge­nehm meh­lig schme­cken­den Samen (sem. oro­bi), wel­che braun und von der Gestalt klei­ner Erb­sen, nur etwas platt gedrückt sind, wur­den in alten Zei­ten äus­ser­lich als ein zert­hei­len-des, inner­lich aber als ein Harn trei­ben­des Mit­tel (ganz ohne Grün­de) gebraucht; eher die­nen sie zur Mast des Rind­viehs und der Tau­ben. Ihr Genuß soll den Kopf beschwe­ren, und den Hünern und Pfer­den schäd­lich seyn.