Erscheinungsdatum Bundesanzeiger: 15.5.1985.,
Heftnummer: 90., ATC-Code: A01AF.
Monographie BGA/BfArM (Kommission E)











Bezeichnung des Arzneimittels
Salviae folium, Salbeiblätter.
Bestandteile des Arzneimittels
Salbeiblätter, bestehend aus den frischen oder getrockneten Laubblättern von Salvia officinalis LINNÉ sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung.
Die Blätter enthalten mindestens 1,5 Prozent (V/G) thujonreiches ätherisches Öl, bezogen auf die getrocknete Droge.
Hauptkomponenten des ätherischen Öls sind neben Thujon Cineol und Campher. Ferner sind in den Blättern Gerbstoffe, Diterpen-Bitterstoffe, Triterpene, Steroide, Flavone und Flavonglykoside enthalten.
Anwendungsgebiete
Äußere Anwendung: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Innere Anwendung:
dyspeptische Beschwerden; vermehrte Schweißsekretion.
Gegenanzeigen
Während der Schwangerschaft sollen das reine ätherische Öl und alkoholische Extrakte nicht eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Bei längerandauernder Einnahme von alkoholischen Extrakten und des reinen ätherischen Öls können epileptiforme Krämpfe auftreten.
Wechselwirkungen
Keine bekannt.
Dosierung
Einnahme: Tagesdosis: 4 bis 6 g Droge
0,1 bis 0,3 ätherisches Öl
2,5 bis 7,5 g Tinktur (entsprechend EB6)
Soweit nicht anders verordnet:
Innere Anwendung:
1–1,5 g Droge bzw. 1–2 Tropfen des ätherischen Öls auf eine Tasse als Aufguß mehrmals täglich nach Bedarf.
Zum Gurgeln und Spülen:
2,5 g Droge bzw. 2–3 Tropfen des ätherischen Öls auf 100 ml Wasser als Aufguß bzw. 5 g alkoholischer Auszug auf 1 Glas Wasser.
Pinselung:
Unverdünnter alkoholischer Auszug.
Art der Anwendung
Geschnittene Droge für Aufgüsse, alkoholische Auszüge und Destillate zum Gurgeln, Spülen und zu Pinselungen sowie zur inneren Anwendung und als Frischpflanzenpreßsaft.
Wirkungen
Antibakteriell, fungistatisch, virustatisch, adstringierend, sekretionsfördernd und schweißhemmend.
Hinweis
Für Salvia triloba wird eine eigene Monographie erstellt.
Berichtigung
13.3.1990.