Vitsbohne

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Vits­boh­ne, Pha­seo­lus vul­ga­ris, L. [Lobel. Icon. 59] mit sich win­den­dem Sten­gel, trau­ben­för­mi­gen Blü-then­paa­ren, und hän­gen­den Scho­ten; ein aus Ost­in­di­en abstam­men­des, häu­fi­ges Som­mer­ge­wächs uns­rer Gär­ten, wovon die grü­nen Scho­ten ein nahr­haf­tes, nicht blä­hen­des Gemüs, und die trock­nen Samen (Pha­seo­li semina) zwar eben­falls ein nahr­haf­tes, aber sehr blä­hen­des Gericht lie­fern, des­sen Genuß zuwei­len eine Art wie­der­keh­ren­der Anfäl­le fixer Schmer­zen mit Nie­der­ge­schla­gen­heit des Geis­tes ver­bun­den zu erneu­ern pflegt. Die Samen kamen in ältern Zei­ten zu einem empi­ri­schen Gemi­sche von Gewächs- und Thier­sub­stan­zen, des­sen destil­lir­tes Was­ser uns­re Vor­fah­ren für ein Schmink­mit­tel hiel­ten. Das Mehl die­ser Boh­nen leg­te man zu Brei gemacht auf Ent­zün­dungs­ge­schwüls­te zum Erwei­chen und Zertheilen (?)