Spliterdrauch

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Spli­terdrauch, Fuma­ria capno­ides, Mill, Fuma­ria lutea Gm. [Mill .hort. angl. tab. 136. fig. 1.] mit rund­li­chen Scho­ten, und aus­ge­s­preit­z­ten stumpf­kan­ti­gen Sten­geln, ein auf den ange­bau­ten Hügeln an Fel­sen in Apu­li­en, Kala­bri­en, Skla­vo­ni­en und Bos­ni­en ein­hei­mi­sches Kraut mit peren­ni­ren­der Wur­zel und hell­gel­ber Blu­me fast das gan­ze Jahr hindurch.

Die fei­nen, wei­chen, blau­grü­nen Blät­ter (Folia Split, Splet, Fuma­riae luteae) haben einen unge­mein schar­fen, rei­zen­den, wenig bit­tern Geschmack, und sind in jenen Gegen­den als dien­lich in kal­ten Ner­ven­be­schwer­den, in Gicht, Schlag, Läh­mung, Zuckun­gen und Fall­sucht sehr geprie­sen wor­den. Deut­sche Erfah­run­gen fehlen.