Nadelkolbenmoos

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Nadel­kol­ben­moos, Lyco­po­di­um Sela­go, L. [Zorn, pl. med. tab. 529.] mit nach acht Sei­ten gekehr­ten, zer­streu­ten Blät­tern, zweit­hei­li­gem, auf­rech­tem, gleich­ho­hem Sten­gel, und zer­streu­ten Blu­men ein auf hohen, wal­di­gen Gebir­gen unter Nadel­hol­ze, und Wachol­der­ge­sträu­che peren­ni­ren­des krie­chen­des Gewächs.

Das Kraut (Hb. Selagi­nis, Musci erec­ti) ist zwar von nicht star­kem, aber doch wid­ri­gem Geschma­cke. Sei­ne Kraft, hef­tig von oben und unten aus­zu­lee­ren, macht es im Auf­guß zum Haus­ab­füh­rungs­mit­tel bei eini­gen nörd­li­chen Völ­kern, wo es auch als Frucht abtrei­ben­des Mit­tel gemis­braucht wor­den ist. Sei­ne gro­ße (aber noch unbe­stimm­te) Wirk­sam­keit erwei­set es in Tödung der Läu­se an Pfer­den, Kühen, Schwei­nen, u.s.w. äußer­lich im Dekokt zum Waschen ange­wen­det. Bei Men­schen ist es unrath­sam auf­zu­le­gen, da es den Kopf einnimmt.