Quelle: Magnus Hirschfeld & Richard Linsert: Liebesmittel — Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel / Aphrodisiaca (MAN Verlag, Berlin, 1930)


Hinweis:
- Niemand wird in irgendeiner Form aufgefordert, irgendeine der hier behandelten Substanzen, Potenzmittel oder Rezepturen zu sich zu nehmen. Kein Hinweis ist ein Ratschlag für Kranke. Keine hier dargebotene Information soll die Selbstmedikation unterstützen. Achtung – das Leben birgt Risiken und Gefahren und endet immer tödlich! Bis dahin kann es jedoch versüßt werden.
Allium porrum
Der Porree oder Winterlauch tritt uns schon in den ältesten Zeugnissen über deutsche Gemüsegärten entgegen. Er enthält ein ätherisches Öl, das schon Celsus zur Reinigung benutzte. Bei den Alten gilt es bereits als stimulierendes Mittel und gehörte in Ägypten, Palästina wie in Hellas zu den bevorzugten Gemüsepflanzen (Hebr.: “Chaçir”, Arab.: “Korrat”, Gr.: “Prason”) Die Schule von Salerno sagt vom Porree:
“Porrum fecundas reddit persaepe puellas.”
Und Mattioli berichtet: “Lauch (Porree) mit Zucker gegessen macht unkeusch und stärkt den Wünschelstab.”