Leberbalsamgarbe

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Leber­bal­sam­gar­be, Achil­lea Age­ra­tum, L. [Zorn, pl. med. tab. 431.] mit ein­fa­chen, unzert­heil­ten, läng­lich­ten, stump­fen, säge­ar­tig gezahn­ten, in Bün­deln zusam­men­ste­hen­den Blät­tern, eine etwa zwei Fuß hohe, in Langue­d­ok und Flo­renz ein­hei­mi­sche, und daselbst peren­ni­ren­de, in unsern Gär­ten aber gewöhn­lich nur ein­jäh­ri­ge, im July und August gelb­blü­hen­de Pflanze.

Das bleich­grü­ne Kraut, auch wohl mit den Blu­men (hb. sum­mit. Eupa­to­rii Mesues, Age­ra­ti,) wel­ches einen aro­ma­ti­schen Wohl­ge­ruch und einen ähn­li­chen bit­tern Geschmack hat, ist von den ältern Aerz­ten vor­züg­lich gegen Leber­ver­stop­fun­gen und Quart­an­fie­ber, gerühmt wor­den, auch gegen Magen­schwä­che, Hys­te­rie und Wür­mer. Gegen die Wür­mer aber, sogar gegen den Band­wurm, bedien­te man sich vor­zugs­wei­se des dar­aus destil­lir­ten Oels inner­lich zu etli­chen Trop­fen und äußer­lich auf den Unter­leib ein­ge­rie­ben. Zu letz­te­rer Absicht gab man auch den Samen.

Die­se Aeu­ße­run­gen ver­die­nen Bestätigung.