Crataegus oxyacantha, Weißdorn

Die Phy­to­the­ra­peu­ti­sche Welt (Jubi­lä­ums­aus­ga­be des Hau­ses A. Nattermann)
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Crataegus Oxyacantha L.



Crataegus oxyacantha L. — Zweigriffliger Weißdorn

Crataegus Oxyacantha L.

Botanik:

Cra­tae­gus Oxya­can­tha, ein bis zu 4 m hoch wer­den­der Strauch oder Baum, der als Stand­ort Weg­rän­der und lich­te Wäl­der bevor­zugt, gehört zu den Rosaceae.

Droge:

Folia Cra­tae­gi Oxy­cant­hae cum flor. — Weiß­dorn­blät­ter und ‑blü­ten.

Aktive Prinzipien:

Haupt­wirk­stoff: Die Fra­ge, wel­chem Stoff die Haupt­wir­kung zuzu­schrei­ben ist, kann noch nicht als abge­klärt ange­se­hen wer­den. Vor­sich­tig wird die Bedeu­tung der Cra­tae­gus­säu­re dis­ku­tiert, ähn­lich wird das soge­nann­te Cra­tae­gus-Lac­ton beur­teilt, das wahr­schein­lich ein Stoff­ge­misch dar­stellt. Neben Ursol- und Ole­a­nol­säu­re vom Tri­ter­pen­typ darf die Wich­tig­keit der Fla­vo­ne und ähn­li­cher Ver­bin­dun­gen kei­nes­falls unter­schätzt werden.

Kurze Angaben zur Pharmakologie und Therapie:

Bereits am gesun­den Her­zen stei­gert Cra­tae­gus Oxya­can­tha die Leis­tungs­fä­hig­keit. Beim Herz­kran­ken wer­den nach regel­mä­ßi­ger Ver­ab­fol­gung nicht nur sub­jek­ti­ve Beschwer­den, son­dern auch objek­tiv faß­ba­re Stö­run­gen der Herz­tä­tig­keit ver­bes­sert. Cra­tae­gus Oxya­can­tha fin­det kli­ni­sche Anwen­dung zur Behand­lung von Kreis­lauf­stö­run­gen, Ver­bes­se­rung der Herz­leis­tung — beson­ders wenn Digi­ta­lis­gly­ko­si­de noch nicht indi­ziert sind — und bei Coronarbeschwerden.