Meisterwurzastranz

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Meis­ter­wurz­as­tranz, Astran­tia major, L. [Black­well, herb. tab. 470.] mit fünf­lap­pi­gen Blät­tern, deren Lap­pen drei­spal­tig sind, ein auf ver­schied­nen Alpen ein­hei­mi­sches, zwei Schuh hohes Kraut mit pe-ren­ni­ren­der Wur­zel, wel­ches im Juny und July in un-sern Gär­ten pur­pur­röth­lich blüht.

Die fase­rich­te, äußer­lich schwar­ze, inner­lich wei­ße Wur­zel (Rad. Astran­tiae nigrae, Impe­ra­to­riae ni-grae) besitzt im wil­den Zustan­de einen schar­fen Geschmack, im Gar­ten gezo­gen aber nur eine gelin­de Schär­fe, und ist in ältern Zei­ten für ein Abfüh­rungs­mit­tel der schwar­zen Gal­le gehal­ten und statt der Schwarz­christ­wur­zel gebraucht wor­den. Unter den Neu­ern brau­chen sie blos die Pferdeärzte.