
Wirkung
Die frische Wurzel wird in Nordamerika als Emetikum und Purgans, die getrocknete (die weniger stark wirken soll) als ausgezeichnetes Cholagogum gebraucht. Auch wird sie gegen Intermittens, Dysenterie und Cholera infantum empfohlen1.
Nach Potter2 ist sie angezeigt bei Verdauungsstörungen und chronischer Obstipation mit ungenügender Gallensekretion.
In der homöopathischen Literatur3 wird sie vor allem bei Leberleiden mit Galleerbrechen, Stirnkopfschmerzen, heftigen Diarrhöen und Prostration, ferner bei Ruhr, Typhus und Cholera nostras genannt.
Haehl4 schreibt ihr große Wirkung in allen Fällen von Diarrhöe zu, bei denen die Stühle trotz aller Therapie blutig bleiben, u. a. auch bei Darmkarzinom.
Die Wurzel enthält u. a. ätherisches Öl, eine bittere, Zimtsäure liefernde Substanz und Gerbstoff5, weiterhin Saponin6