
Botanisches:
Die Familie der Turneraceae enthält Kräuter oder Sträucher mit wechselständigen Blättern, die meist ungeteilt, sehr selten gefiedert sind. Die Blüten sind zwitterig, regelmäßig und stehen entweder einzeln in den Blattwinkeln auf einem freien Blütenstiel oder auch in gipfelständigen Trauben. Der fünfzählige Kelch ist bleibend. Die Blumenblätter sind in der Kelchröhre angewachsen. Die Blüten enthalten fünf getrennte Staubgefäße, einen einfachen Fruchtknoten mit drei Griffeln. Die Frucht ist eine einfächerige, vielsamige Kapsel. Die etwa 30 Arten der Familie verteilen sich auf zwei Gattungen. Sie sind in Westindien und Südamerika beheimatet. Bei der Gattung Turnera L. ist der Kelch röhrig-trichterig, die einjährige Turnera diffusa und Turnera aphrodisiaca, die im nördlichen Südamerika, in Zentralamerika (Texas, Mexiko) und im südlichen Nordamerika heimisch sind, gedeihen dort am besten in lichtem Schatten. Die Blätter sind hellgrün, gezähnt, bei T. diffusa dicht behaart, bei T. aphrodisiaca kahl. Auf der Unterseite haben sie kleine Scheibendrüsen, in denen man die Lieferanten der wirksamen Substanz vermutet.

Damiana
(etwa ½ nat. Gr.)
Turnera aphrodisiaca Ward
Turneraceae
Geschichtliches und Allgemeines:
Die Mexikaner, denen die Wirkung der Pflanze schon lange bekannt ist, trinken die Damiana als Hausmittel in Form von Teeaufguß zur Stärkung der Nerven. Auch indianische Jäger stellten fest, daß die Abkochung der Pflanze nach ermüdenden Märschen ein gutes Stärkungsmittel ist, ferner kannten sie sie als Aphrodisiakum.