Liebapfelnachtschatten

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Lieb­ap­fel­nacht­schat­ten, Sola­n­um Lyco­per­si­cum, L. [Reg­nault. bot tab. 58.] mit kraut­ar­ti­gem Sten­gel, gefie­der­ten, ein­ge­schnit­te­nen Blät­tern, zweit­hei­li­gen, blatt­lo­sen Blüt­hen­trau­ben und glat­ten Früch­ten, ein im süd­li­chen Ame­ri­ka ein­hei­mi­sches, etli­che Fuß hohes Som­mer­ge­wächs uns­rer Gär­ten, vor­züg­lich in feuch­tem, fet­tem Boden, wo es im July gelb blüht.

Sei­ne etwas höcke­richt run­den, glän­zen­den, gel­ben oder röth­li­chen saf­tig flei­schi­gen, stiel­lo­sen Früch­te (Mala lyco­per­si­ca, aurea) haben einen lieb­li­chen Obst­ge­schmack; im süd­li­chern Euro­pa wer­den sie roh und in Brü­hen geges­sen. Man will eine vor­züg­lich küh­len­de Kraft von ihnen wahr­ge­nom­men haben und hat sich des Saf­tes gegen Roth­lauf und gegen Flüs­se der Augen bedient.