Kikekunemalo

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Kike­k­u­n­e­ma­lo, ist (wie wir es erhal­ten) ein Harz, wel­ches kaum ein Zwan­zig­tel gum­mi­ch­te Thei­le in sei­ner Mischung hat, grün­lich halb­durch­sich­tig, fast wie das Gua­jak­harz, zer­brech­lich, von etwas schärf­li­chem Geschma­cke und einem schwach bal­sa­mi­schen, auf Koh­len gewor­fen aber von star­kem, nicht unan­ge­neh­mem Geru­che ist. An der Flam­me schmilzt es, und brennt.

Man hat Räu­che­run­gen davon im Roth­lauf und in gich­t­i­schen Beschwer­den hülf­reich wol­len befun­den haben. Das mit Was­ser dar­aus destil­lir­te, wei­ße, bal­sa­mi­sche, schärf­li­che Oel (Ol. dest. kike­k­u­n­e­ma­lo), wovon man 1/​32 erhält, soll zu einem Trop­fen, öfters gege­ben, den Teta­nus – auch hys­te­ri­sche Krämp­fe ‑geho­ben haben.

Von ver­schied­ner Natur scheint die­je­ni­ge Sor­te Kike­k­u­n­e­ma­lo zu seyn, wel­che die Locki­rer suchen. Man hält es für eine Art Kopal; es ist aber ganz weiß, krystall­hell, leich­ter auf­lös­lich als lez­te­rer, und gie­bt im Wein­geist auf­ge­löst eine noch vort­re­f­li­chern Fir­niß. Man erhält es aus Amerika.

Das Pfund wird in Hol­land zu 80 Stü­ber verkauft.