Gänserichpotentille

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Gän­se­rich­po­ten­til­le, Poten­til­la anse­ri­na, L. [Zorn pl. med. Tab. 15.] mit gefie­der­ten Blät­tern, deren Blätt­chen, säge­för­mig gezahnt sind, mit krie­chen­dem Sten­gel, und ein­blüt­hi­gen Blu­men­stie­len, ein nied­ri­ges Kraut mit peren­ni­ren­der Wur­zel an Wegen und auf Trif­ten, wo es sei­ne wohl­rie­chen­de, gel­be Blu­me vom Mai bis Sep­tem­ber trägt.

Das gru­sicht und etwas salz­haft schme­cken­de Kraut und Wur­zel (hb. rad. anse­ri­nae), wel­che bei­de adstrin­gi­ren­de Eigen­schaf­ten besit­zen, sol­len sich als aus­ge­preß­ter Saft im ver­schloß­nen Lun­gen­ge­schwü­re (ver­muth­lich unge­grün­det), und tro­cken, als harn­trei­ben­des Mit­tel, und in Nie­ren­stein­schmer­zen nütz­lich erwie­sen haben. Die Alten rühm­ten sie auch in Durch­fäl­len, wei­ßem Flus­se, Wech­sel­fie­bern, Was­ser­sucht u.s.w.