Mooskoralline

Hahnemanns Apothekerlexikon
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Moosko­ral­li­ne, Coral­li­na offi­ci­na­lis, L. [Pluckn. phyt. tab. 48. /​ 4.] mit fast durch­gän­gig dop­pelt gefie­der­ten Zwei­gen, und etwas gew­und­nen Gelen­ken, ein etwa vier Zoll hohes Zoo­phyt im euro­päi­schen Oze­an und im mit­tel­län­di­schen Mee­re auf Klip­pen und Schaalt­hie­ren befestigt.

Man bringt die­se einer Pflan­ze sehr ähn­li­che Koral­len­art (Coral­li­na. Mus­cus cotal­li­nus) in dün­nen ästi­gen Stück­chen mit plat­ten etwas gew­und­nen Gelen­ken zu uns, die stein­ar­tig, zer­reib­lich, von gelb­lich oder grün­lich­wei­ßer Far­be, erdi­gem, sal­zig schärf­li­chem, wid­ri­gem Geschma­cke und fisch­ar­ti­gem, ekel­haf­tem Geru­che sind. Das Pul­ver davon ist ein altes gerühm­tes Mit­tel gegen Spuhl­wür­mer. Ob sie auch in Mut­ter­be­schwer­den und in Amenor­rhöe, wie die Alten glaub­ten, dien­lich sei, ist noch nicht erwie­sen. Säu­ren lösen die kal­k­er­di­ge Sub­stanz die­ser Koral­le auf, so daß blos der dün­ne Faden in der Mit­te (das ehe­ma­li­ge Koral­len­thi­er) zurück bleibt.