Lavendelduft - Vertreibt die Unruhe

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Lavendel (Lavandula angustifolia)

Er heißt auch Narden, kleiner Speik, Zöpfli oder Lafengel und wird in Europa schon seit dem 16. Jahrhundert wegen seines ätherischen Öls kultiviert. Eine Region steht ganz besonders im Zeichen des Lavendels und seines charakteristischen Dufts: die Provence. Die südfranzösische Landschaft ist ohne ihre im Wind wogenden Lavendelfelder einfach undenkbar. Was den Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler für die Medizin so interessant macht, ist ihre beruhigende, einschlaffördernde Wirkung: Sie beruht auf dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen.

Die Volksheilkunde kennt ein ausgezeichnetes Mittel, um unruhige Babys zum Einschlafen zu bringen. Lavendelsträußchen, in die Wiege gehängt, führen die Kleinen meist schnell ins Land der Träume. Diese einschlaffördernde Wirkung der Lavendelsträußchen beruht darauf, dass aus den frischen Lavendelblüten ständig ätherische Öle abdunsten (Lavendelblüten enthalten mindestens 1,5 Prozent der aromatisch duftenden Öle), insbesondere Linalylacetat. Und von ätherischen Lavendelölen ist bekannt, dass sie beruhigend auf das Zentralnervensystem wirken - ganz gleich, ob sie innerlich angewendet werden, über die Haut oder via Inhalation in den Körper gelangen.

Schlaftee

Wenn Sie stressgeplagt sind und zudem allabendlich mit Ihrem Kopfkissen ringen, testen Sie doch einmal die sanfte schlaffördernde Wirkung des Lavendels. So "brauen" Sie sich einen wirksamen Schlaftee: Gießen Sie 1-2 TL Lavendelblüten mit einer Tasse heißem Wasser auf. Lassen Sie alles fünf Minuten ziehen, seihen Sie ab und trinken Sie abends ein bis zwei Tassen. Alternativ können Sie auch ein bis vier Tropfen ätherisches Lavendelöl auf ein Stück Würfelzucker geben und vor dem Schlafengehen einnehmen.

Stressabbau

Ein Vollbad mit Lavendelblüten kann in Sachen Stressabbau ebenfalls wahre Wunder wirken. Übergießen Sie dazu 100 Gramm Lavendelblüten mit zwei Litern heißem Wasser. Lassen Sie den Sud fünf Minuten ziehen, seihen Sie ab und geben Sie alles in Ihr Vollbad. Wenn Sie Ihr Bad eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen genießen, dürfte Ihrem wohlverdienten Schlaf eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Autor/In: Jens Meyer-Wegner, Heilpflanzen-Welt (2001)
Quellen: Schilcher/Kammerer: Leitfaden Phytotherapie, Urban & Fischer 2000.