
Wirkung
Die Droge ist in Deutschland erst seit 1879 im Gebrauch und wird bei Asthma und Emphysem angewandt2.
Penzoldt3, der zunächst häufig Besserung der Dyspnoe bei Emphysem und Asthma nervosum, seltener bei anderen Zuständen beobachtete, hatte später weniger regelmäßig Erfolg. Als Ursachen wurden eine unkonstante Wirkung der Alkaloide, ungleichmäßiger Alkaloidgehalt der Droge und Verfälschungen festgestellt.
Stauffer4, der gleichfalls mit verschiedenem Erfolge Quebracho bei asthmatischen Zuständen anwandte, bezeichnet die Tinctura Penzoldt als die zuverlässigste Darreichungsform.
Die in Quebracho enthaltenen Alkaloide erregen das Atemzentrum und das Brechzentrum, während sie diese Zentren in großen Dosen lähmen5.
Quebrachin wirkte im Tierversuch, ähnlich dem Yohimbin (vgl. Yohimbe), blutdrucksenkend6. Es führte bei Hunden zu Tonuszunahme und verstärkter Bewegung des Darmes7. Vergiftungssymptome sind: Salivation, Nausea, Vomitus, Dyspnoe, Konvulsionen, Krämpfe, Lähmung der quergestreiften Muskulatur, auch des Herzens8. Einzelheiten der Pharmakologie der Quebrachoalkaloide vgl.9.
Bei den Untersuchungen des Saponingehaltes in den Zubereitungen aus der Quebrachorinde konnte mit der homöopathischen Urtinktur keine Hämolyse, also keine Saponine, festgestellt werden, während im “Teep”-Präparat ein hämolytischer Index von 1 : 1000 gefunden wurde. Wurde die Tinktur mit 25%igem Weingeist hergestellt, so ergab sich ein hämolytischer Index von 1 : 20010.