Ger­hard Mad­aus: Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heil­mit­tel. Ver­lag Georg Thie­me, Leip­zig, 1938
(Ori­gi­nal, voll­stän­dig erhal­ten) – bei eBay zu ver­kau­fenRezen­si­on 1938, Archiv der Pharmazie

Passiflora incarnata – Seite 1 von 4 – Monographie Madaus

Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heilmittel
Mono­gra­phie Pas­si­flo­ra incar­na­ta (Sei­te 1 von 4)
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Passiflora incarnata

Pas­si­ons­blu­me, Pas­si­flo­r­aceae.

Name:

Pas­si­flóra incar­ná­ta L. Fleisch­far­bi­ge Pas­si­ons­blu­me. Fran­zö­sisch: Fleurs de la Pas­si­on, Gra­na­dil­le; eng­lisch: Pas­si­on Flower; dänisch: Pas­si­ons­blomst; pol­nisch: Męc­zen­ni­ca; rus­sisch: Muc­ze­ni­ca; schwe­disch: Kris­ti kors­blom­ma; tsche­chisch: Mučen­ka nachová.

Verbreitungsgebiet

Pas­si­flo­ra incar­na­ta L.
Wei­te­res Vor­kom­men: In den Tro­pen Indiens.

Namensursprung:

Pas­si­flo­ra wird abge­lei­tet vom latei­ni­schen pas­sio = Lei­den und flos = Blu­me. Der Name ist von den Mis­sio­na­ren in Süd­ame­ri­ka in Ver­bin­dung mit einer angeb­li­chen Dar­stel­lung der Werk­zeu­ge der Kreu­zi­gung in den Blü­ten geprägt wor­den. So ver­glich der 1653 zu Sie­ne gestor­be­ne Jesu­it Fer­ra­ri die­se Blu­me in sei­ner Schrift “De florum cul­tu­ra”, 1633, mit den Attri­bu­ten oder Mar­ter­werk­zeu­gen Chris­ti. Nach die­sem stel­len die drei Nar­ben die Nägęl dar, der Faden­kranz die Dor­nen­kro­ne, der gestiel­te Frucht­kno­ten den Kelch, die fünf Staub­beu­tel die Wund­ma­le, die Laub­blät­ter die Lan­ze, die Ran­ken die Gei­ßeln und die wei­ße Far­be die Unschuld des Erlösers.

Fleisch­far­bi­ge Passionsblume
(etwa 1/​3 nat. Gr.)
Pas­si­flo­ra incar­na­ta L.
Pas­si­flo­r­aceae