Ger­hard Mad­aus: Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heil­mit­tel. Ver­lag Georg Thie­me, Leip­zig, 1938
(Ori­gi­nal, voll­stän­dig erhal­ten) – bei eBay zu ver­kau­fenRezen­si­on 1938, Archiv der Pharmazie

Opuntia vulgaris – Seite 2 von 4 – Monographie Madaus

Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heilmittel
Mono­gra­phie Opun­tia vul­ga­ris (Sei­te 2 von 4)
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Botanisches:

Die in Nord­ame­ri­ka hei­mi­sche Opun­tia vul­ga­ris Mill. stellt eine nie­der­lie­gen­de strauch­ar­ti­ge Suk­ku­len­te dar. Ihre 3–5 cm lan­gen Sten­gel­glie­der sind ver­kehrt eiför­mig und ket­ten­ar­tig anein­an­der­ge­reiht. Die klei­nen 4–5 mm gro­ßen röt­li­chen Laub­blät­ter fal­len früh­zei­tig ab. Selbst die Sta­cheln feh­len häu­fig. Spä­ter ent­wi­ckeln sich die Frucht­kno­ten der kurz­le­bi­gen gel­ben Blü­ten zu eßba­ren, keu­len­för­mi­gen Früch­ten, den Roß­fei­gen, die bis zum Früh­jahr an den Sten­gel­glie­dern haf­ten blei­ben. 1820 wird der klei­ne Fei­gen­kak­tus das ers­te­mal in Süd­ti­rol erwähnt. Auch heu­te ist er in Euro­pa nur sel­ten an hei­ßen, fel­si­gen Abhän­gen süd­lich der Alpen ein­ge­bür­gert. An sol­chen Orten ist er als Humusund Stick­stoff­bild­ner von ziem­li­cher Bedeutung.

Fei­gen­kak­tus
(etwa 5/​8 nat. Gr.)
Opun­tia vul­ga­ris Mill.
Cact­aceae

Geschichtliches und Allgemeines:

Die Kak­tus­fei­ge ist im 16. Jahr­hun­dert von den Spa­ni­ern aus West­in­di­en ein­ge­führt wor­den. In man­chen Gegen­den von Algier ist sie für die ärme­re Bevöl­ke­rung ein wich­ti­ges Nah­rungs­mit­tel und wird auch medi­zi­nisch gegen Geschwüls­te verwandt.