
Botanisches:
Die bis 1 m hohe Staude mit ebensolangen Bodenausläufern ist an stehenden und langsam fließenden Gewässern Nordamerikas anzutreffen. Die kleinen Blüten sitzen in 10 bis 20 fast kugeligen, dichtblütigen Scheinquirlen. Die Blätter sind eiförmig-lanzettlich. An nassen Standorten sind die unteren vielfach fiederspaltig. Lycopus vermag sowohl in tieferem Wasser zu vegetieren, als auch an trockenen Ruderalorten. Die nichtblühende Wasserform geht aber bei sinkendem Wasserstand in die sparrig-ästige und blühende Landform über. Im Herbst schiebt die Pflanze die auf den Ausläufern gebildeten Blüten unter die Erde, wo eine Selbstbefruchtung und die Fruchtbildung stattfindet. Blütezeit: Juli bis September.
Geschichtliches und Allgemeines:
Die europäische Verwandte Lycopus europaeus wurde früher viel als Fiebermittel angewendet, ist jetzt aber ganz in Vergessenheit geraten. In der homöopathischen Literatur wurde L. virginica zuerst im Jahre 1855 erwähnt.