
Botanisches:
Aus einem kurzen, fasrigen, dunkelbraunen Wurzelstock erheben sich zahlreiche grundständige, langgestielte, lederartige, überwinternde Blätter. Sie sind dreilappig, am Grunde herzförmig, oben grün, unten meist mehr oder weniger violett und in der Jugend nebst den Stielen dicht weiß-seidig behaart. Sie erscheinen erst nach der Blüte. Die Blütenblätter sind himmelblau und außen heller. Unter diesen befinden sich drei kelchartige Hochblätter. Blütezeit: März bis April. Die Pflanze ist fast in ganz Europa verbreitet und liebt schattige, buschige Orte besonders auf Kalk- und Lehmboden. Die Blüte ist nektarlos und wird von pollenfressenden Käfern, Schwebefliegen, Bienen und Schmetterlingen besucht. Nachts und bei Regen sind die Blüten geschlossen. Während der achttägigen Blütezeit verdoppelt sich die Länge der Kronenblätter, wodurch die Augenfälligkeit der hübschen Frühlingspflanze noch erhöht wird. Die Samen werden durch Ameisen verschleppt. Hepatica triloba darf in Deutschland zum Sammeln für den Handel oder für gewerbliche Zwecke nicht freigegeben werden.
Geschichtliches und Allgemeines:
Herba et Flores Hepaticae nobilis waren früher offizinell und wurden hauptsächlich gegen Leberleiden gebraucht. Auch wurde die Pflanze als Teesurrogat benutzt.