Ger­hard Mad­aus: Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heil­mit­tel. Ver­lag Georg Thie­me, Leip­zig, 1938
(Ori­gi­nal, voll­stän­dig erhal­ten) – bei eBay zu ver­kau­fenRezen­si­on 1938, Archiv der Pharmazie

Lycopus virginicus – Seite 2 von 4 – Monographie Madaus

Lehr­buch der bio­lo­gi­schen Heilmittel
Mono­gra­phie Lyco­pus vir­gi­ni­cus (Sei­te 2 von 4)
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Botanisches:

Die bis 1 m hohe Stau­de mit eben­so­lan­gen Boden­aus­läu­fern ist an ste­hen­den und lang­sam flie­ßen­den Gewäs­sern Nord­ame­ri­kas anzu­tref­fen. Die klei­nen Blü­ten sit­zen in 10 bis 20 fast kuge­li­gen, dicht­blü­ti­gen Schein­quir­len. Die Blät­ter sind eiför­mig-lan­zett­lich. An nas­sen Stand­or­ten sind die unte­ren viel­fach fie­der­spal­tig. Lyco­pus ver­mag sowohl in tie­fe­rem Was­ser zu vege­tie­ren, als auch an tro­cke­nen Ruderal­or­ten. Die nicht­blü­hen­de Was­ser­form geht aber bei sin­ken­dem Was­ser­stand in die spar­rig-ästi­ge und blü­hen­de Land­form über. Im Herbst schiebt die Pflan­ze die auf den Aus­läu­fern gebil­de­ten Blü­ten unter die Erde, wo eine Selbst­be­fruch­tung und die Frucht­bil­dung statt­fin­det. Blü­te­zeit: Juli bis September.

Geschichtliches und Allgemeines:

Die euro­päi­sche Ver­wand­te Lyco­pus euro­paeus wur­de frü­her viel als Fie­ber­mit­tel ange­wen­det, ist jetzt aber ganz in Ver­ges­sen­heit gera­ten. In der homöo­pa­thi­schen Lite­ra­tur wur­de L. vir­gi­ni­ca zuerst im Jah­re 1855 erwähnt.