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März 2010
Hopfen

Neu: Das Recherche-Spiel bei Heilpflanzen-Welt.de

Wie im Mai-Newsletter berichtet, gibt es für Interessierte jetzt eine kleine oder größere monatliche Herausforderung - wir nennen sie das "Recherche-Spiel". Als Einführung in das Thema haben wir einen Text zur Optimierung der Arbeit mit der Suchmaschine "Google" publiziert (Google - Hightech-Recherche im öffentlichen Web). Die erste Aufgabe (Mai 2004) lautete:

"Gesucht wird ein 'neues' kraftvolles Phytohormon (Östrogen-Agonist). Einige in-vivo-Effekte dieses Stoffes sind von seinem pflanzlichen Produzenten schon lange bekannt. Die östrogenartigen Wirkaspekte der Pflanze werden jedoch nur selten medizinal genutzt. Dass die Daueranwendung fatale ästhetische Auswirkungen haben kann, wird gerade erst klar."

In diesem Fall war die Aufgabe mit Hilfe einer alleinigen Internet-Recherche lösbar. Bei späteren Fragestellungen wird dies nicht immer der Fall sein.
Die Lösung lautet: Hopfen (einige Mitsuchende haben diese Lösung auch gefunden).

"Nicht der gesuchte Begriff, sondern der Lösungsweg, ist das Ziel"

Da es bei dem neuen Spiel im wesentlichen nicht um die Lösung selbst, sondern um die Wege dorthin gehen soll, kommt hier unser Weg:

Bereits die Kombinationsabfrage phytohormon östrogenartig bei Google fördert u. a. die schweizer Website www.phytohormone.ch zu Tage, auf deren erfreulich vollständiger Phytohormon-Übersicht auch der Lösungsbegriff verzeichnet ist. Jetzt sollten zuerst jene Pflanzen ausgeschlossen werden, die keine östrogenartige Wirkung haben. Es bleiben 13 Pflanzen übrig. Und hier ist nun etwas Stöbern und Nachdenken angesagt. Zumindest für alle, die keine Assoziation zu dem Fragenteil "fatale ästhetische Auswirkungen durch Daueranwendung" haben.

Bei sorgfältiger Durchsicht der phytoöstrogen-haltigen Pflanzen kommt neben Speisengewürzen eigentlich nur eine Pflanze vor, die zumindest von einer Personengruppe langfristig dauerangewendet wird = Verdacht auf Hopfen-Dauerkonsum (=Bier!). Die Überlegung, welche Nebenwirkungen Östrogene bei Männer haben können, führt schließlich zu der Teillösung, dass mit fatalen ästhetischen Auswirkungen "Bierbauch" und "Bierbrust" (Gynäkomastie) gemeint sind (die bei gleichgroßem Alkoholkonsum aus anderer Quelle, z. B. Wein, nicht auftreten!). Dies waren übrigens bekannte, von den damaligen Probanden nicht akzeptierte Östrogen-Nebenwirkungen, als das weibliche Geschlechtshormon vor einigen Jahrzehnten zum Zweck der Herzinfarktrisiko-Reduktion bei Männern geprüft wurde... Die Google-Kombinationsabfrage mit hopfen gynäkomastie bestätigt schließlich den Anfangsverdacht: Hopfen (Humulus lupulus L.).


Zusatz-Informationen bei Heilpflanzen-Welt (Auswahl):

Im zweiten Beitrag findet sich übrigens bereits ein zarter Hinweis auf die Hopfen-Wirkung bei Männern - es wird als Antaphrodisiakum (Anaphrodisiakum) bezeichnet. Also ein Mittel, das den Geschlechtstrieb herabsetzt (bei Männern).



Juni-/Juli-Aufgabe

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'Magiceye' (Klicken Sie hier, um die
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Die Wirklichkeit ist oft komplexer als durch einen ersten Blick erkennbar ist (Anleitung solche Bilder zu sehen einblenden)

"Versuchen Sie die Pflanze zu erkennen, die in dem oben gezeigten 3D-Bild enthalten ist. Die medizinische Bezeichnung für ein leckeres Produkt dieser Pflanze führte zur Namensgebung eines bis heute recht bekannten, besonders gerne auch bei Kindern eingesetzten Pflanzenheilmittels (das jedoch mittlerweile andere Inhaltsstoffe hat).
Wie heißt das Pflanzenprodukt oder der Markenname des Mittels?"

Quelle