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Juli 2010

Rezept
Selbstgemachter Brennnessel-Tee

Während der Blütezeit (Juli bis Oktober) werden Brennnesselblätter gesammelt. Wichtig: Standort beachten! Nur in abgelegenen Gebieten sammel, also nicht an befahrenen Straßen oder auf Industriegeländen. Die Blätter werden vorsichtig mit Handschuhen vom Stängel abgestreift. Danach werden sie auf Schädlinge hin kontrolliert. Nur einwandfreie Blätter werden an der Luft solange getrocknet, bis die Blätter leicht auseinanderfallen. In abgedunkelten Gläsern halten sich die Wirkstoffe über ein Jahr lang. Zubereitung: 4 Gramm getrocknete Blätter mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergiessen, abgedeckt stehen lassen und nach 10 Minuten absieben.

Tipp: Auch frische Brennnesselblätter eignen sich für einen Tee. 4-10 Blätter je nach Größe und Geschmack, abpflücken, abwaschen, direkt in einen Teebecher geben und mit heißem Wasser auffüllen.

Brennnessel

Brennnessel

Medizinisch sind die Große Brennnessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennnessel (Urtica urens) bedeutend. Beide Arten sind mehrjährig und in Mitteleuropa häufig anzutreffen. Ihre Verwendung – ob medizinisch oder als Nahrung – hat eine lange Tradition. Sie ist reich an Flavonoiden, Chlorophyll, Carotinoide, Vitamine und Mineralsalzen. Brennnesselblätter außerordentlich nahrhaft und sogar noch viel gehaltvoller als Spinat. 100 Gramm Brennnesselblätter enthalten wesentlich mehr Kalzium, Magnesium, Eisen, Vitamin A und C als die selbe Portion Spinat. Die hohen Kalzium-, Eisen-, und Vitamin-C-Werte sind besonders gesund für Kinder im Wachstum. Alles von der Brennnessel ist verwertbar und gesund: Von der Wurzel, zu den Blättern hin zu den Nüsschen.

Die Brennnessel wird naturheilkundlich als lokale Reiztherapie gegen rheumatische Gelenkbeschwerden und degenerativ-entzündlichen Erkrankungen (Arthrose, chronische Polyarthritis) eingesetzt. Brennnessel-Tee hat harntreibende Wirkung und ist Bestandteil von Frühjahrskuren zur Entschlackung.

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