Löwenzahn macht fit für den Sommer

Son­nen­glei­che Löwenzahnblüte

Steht Ihnen der Sinn nach Frisch­kost? Dann haben wir einen hei­ßen Tipp für Sie: Set­zen Sie doch mal auf die wohl anpas­sungs­fä­higs­te Pflan­ze der Welt, den Löwen­zahn. Gera­de jetzt im Früh­ling ist ein Salat aus den jun­gen Blät­tern des Löwen­zahns ein ech­ter Hit. Er schmeckt nicht nur köst­lich, son­dern bringt den Kör­per rich­tig in Schwung.

Löwen­zahn ist gera­de im Früh­jahr für unse­ren Kör­per aus­ge­spro­chen gesund. War­um? Die Heil­pflan­ze, die reich­lich Bit­ter­stof­fe ent­hält, akti­viert Nie­re und Leber – also die­je­ni­gen Orga­ne, die für die Aus­schei­dung von Stoff­wech­sel­schla­cken ver­ant­wort­lich sind. Gera­de im Früh­ling haben die­se Orga­ne alle Hän­de voll zu tun, denn wäh­rend des Win­ters sam­melt unser Kör­per Schla­cken an. Er ist aus die­sem Grund für jede Unter­stüt­zung im Hin­blick auf die Aus­schei­dung die­ser Stoff­wech­sel­rück­stän­de dank­bar. Löwen­zahn mit sei­ner aus­schei­dungs­för­dern­den Wir­kung ist in die­sem Sin­ne hoch will­kom­men. Wei­te­re Vor­tei­le der Heil­pflan­ze: Sie wirkt appe­tit­an­re­gend, harn­trei­bend, hilft bei Völ­le­ge­fühl und Blä­hun­gen und ver­bes­sert den Gallefluss.

Und so nutzen Sie die gelb blühende Heilpflanze

Ste­chen Sie mit einem Wur­zel­ste­cher die Wur­zeln des Löwen­zahn aus dem Boden, spal­ten Sie sie und hän­gen Sie sie zusam­men mit dem Blät­tern zum Trock­nen an einen luf­ti­gen Ort (oder leich­ter: Besor­gen Sie sich die pflanz­li­che Dro­ge in der Apo­the­ke). Wol­len Sie Löwen­zahn­tee her­stel­len, über­gie­ßen sie 1 EL geschnit­te­nen Dro­ge mit einer Tas­se kal­tem Was­ser auf. Kochen Sie alles kurz auf, sei­hen Sie nach eini­gen Minu­ten ab und trin­ken Sie mehr­mals täg­lich eine Tas­se. Vie­le Natur­heil­kund­ler schwö­ren gera­de im Früh­ling auf eine Löwen­zahn-Tee­kur über vier bis sechs Wochen. Sehr emp­feh­lens­wert ist auch Frisch­pflan­zen­press­saft aus Löwen­zahn, den Sie käuf­lich erwer­ben kön­nen. Von die­sem Saft nimmt man mehr­mals täg­lich 1 EL ein.

Frühlings-Tipp

Salat aus frischen Löwenzahnblättern

Eine klei­ne Zuc­chi­ni, vier ita­lie­ni­sche Eier­to­ma­ten und zwei rote Zwie­beln in Schei­ben schneiden.
250 g Moz­za­rel­la wür­feln und alles zusam­men mit Löwen­zahn­blät­tern deko­ra­tiv anrichten.
Für das Dres­sing ein Glas Weiß­wein, eine hal­be Tas­se Ace­to bal­sa­mi­co, eine fein gerie­be­ne Zwie­bel und zwei mit Salz zer­rie­be­nen Knob­lauch­ze­hen in eine Schüs­sel geben. Saft von einer Zitro­ne, zwei fein gehack­te gekoch­te Eier und ein klei­nes Glas Kapern zufügen.
Mit Salz, Pfef­fer, und Zucker kräf­tig wür­zen, eine hal­be Tas­se Oli­ven­öl tröpf­chen­wei­se ein­rüh­ren und den Salat damit anmachen.

Autor
• Jens Mey­­er-Weg­­ner, Heil­pflan­­zen-Welt (2002).
Quel­len
• “Leit­fa­den Phy­to­the­ra­pie” (Schilcher/​​Kammerer), Urban & Fischer Verlag.
• “Heil­pflan­zen” (Apo­the­ker M. Pahl­ow), Grä­fe und Unzer Verlag.
wei­te­re Infos
Mono­gra­phie
Frisch­pflan­zen­press­saft Löwen­zahn: Ent­gif­tung durch Anre­gung der Leberaktivität
Tee-Rezept: Löwen­­zahn­­wur­­zel- und Kraut

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